So that ONE may walk in peace (Merry Christmas)


Als Selbstverteidigungsprofi solltest du genau wissen, wofür du kämpfen willst. Und wann es Zeit ist, damit aufzuhören. Funktioniert auch ohne Weihnachten.

Doof sind immer nur die Anderen

Weihnachten steht vor der Tür. Das ist an und für sich keine große Überraschung.

Schon mehr oder weniger zum 2025. Mal wird alle Jahre wieder zuverlässig eine

Geburtstagsparty für INRI geschmissen.

Der Überlieferung nach gab es da also einen, der die Liebe und den Frieden predigte. Dafür wurde er kurzerhand ans Kreuz genagelt von jenen, die offenkundig anderer Ansicht waren.

Auch das ist nicht sonderlich originell, sondern augenscheinlich zutiefst menschlich.

Soweit wir bislang annehmen dürfen, ist der Homo Sapiens das einzige Lebewesen, dass es fertig bringt, seine Artgenossen einzusperren, zu misshandelt oder gar zu töten bloß, weil sie eine andere Sicht auf die Dinge haben.

Irgendwann, irgendwo in der Menschheitsgeschichte, muss es Klick gemacht haben, und der allererste Primat hat dem allerersten Andersgläubigen aufs Maul gehauen.

Seitdem liefert unsere Gattung sich die brutalsten ideologischen Lagerkämpfe. Als zeitlose Klassiker gelten dabei Feldzüge unterschiedlichster Gotteskrieger.

Aber auch die Moderne bietet schier unbegrenztes Potenzial für verbalen, psychischen und physischen Mord und Totschlag gegen alles und jeden mit einer anderen Meinung.

Schalke gegen Dortmund. Kapital gegen Sozial. Schnitzel gegen Tofu. Klimaretter gegen Klimakiller. Covinisten gegen Ungespritze. Demokraten gegen Republikaner. Liberale gegen Autoritäre. Omas gegen Rechts. Alle gegen Putin…

Du kannst dir jederzeit ein beliebiges Schlachtfeld aussuchen.

Überall lauern Meinungssoldaten, die dir sehr genau erklären können, wie und warum die anderen doof sind, warum du sie hassen musst und auf gar keinen Fall mit ihnen reden darfst.

An jeder Ecke steht ein ideologischer Karren bereit, vor den du dich bereitwillig spannen lassen kannst.

Du kannst das aber auch ebenso gut lassen.

Denn auch das ist einzigartig menschlich: Wir können unendlich viele Entscheidungen treffen.

Wir können im Dschungel des Lebens unsere eigenen Wege gehen oder schaffen.

Wir können unseren eigenen Life Code schreiben.

Ungeachtet dessen, welche Rolle andere sich für uns ausgedacht haben oder wovon sie uns unbedingt überzeugen wollen.

Wir müssen nicht kämpfen, nur weil andere das gern so hätten.

Kicken statt Kämpfen

In diesen Tagen ist - offenbar aus Kostengründen - auffallend weniger funkelnde Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen zu sehen.

Dafür funkelt es anderswo umso mehr. In den Augen und Taschen der Kriegstreiber, die mit großflächigen Plakaten an Häuserwänden und Bushaltestellen unsere Söhne und Töchter zu den Waffen rufen.

Während persönliche Selbstverteidigung noch nie ein zentrales gesellschaftliches Thema war, ist "Kriegstüchtigkeit" auf einmal der allerheißeste Shit.

Im Namen der Freiheit und der Demokratie, versteht sich.

Du kennst das ja schon: "Nur zu Ihrer Sicherheit", "...sonst muss die Oma sterben" und so weiter.

Und während die Kriegstrommeln immer lauter schlagen, erklingt ganz sanft mein nach wie vor unangefochtener Nummer 1 Weihnachts-Hit:

Er erzählt eine wahre Geschichte aus dem Ersten Weltkrieg, als britische, deutsche und französische Soldaten eigenmächtig Feuerpausen einlegten, um gemeinsam Weihnachten zu feiern.

Sogar ein Fussballspiel zwischen den Schützengräben ist überliefert.

Kaum war Weihnachten vorbei, ging der Kriegsunfug weiter.

Für mich ist der Song aktuell inspirierender denn je.

Offenbar haben die Soldaten auf der “Arbeitsebene” sehr schnell einen Draht zueinander gefunden.

Vollkommen unabhängig davon, dass ihre kriegstreibenden Regenten sie gegeneinander aufgehetzt hatten.

Sie haben ihre eigene Wahl getroffen.

In Zeiten, in denen sich Glaubenskrieger und Hardcore-Ideologen aus unzähligen Richtungen reflexartig gegenseitig zerfleischen, drängt sich da doch die Frage auf, ob wir nicht ebenso gut und schnell ein paar Säcke voller Gemeinsamkeiten finden könnten.

Hierzu müssen wir lediglich das allgegenwärtige Othering ("Wir gegen Die") überwinden.

Dabei sollten wir insbesondere kritisch hinterfragen, ob wir zwingend einem bestimmten Lager angehören müssen.

Gleichzeitig sollten wir bezogen auf das individuelle Gegenüber (den Menschen auf der anderen Seite des Schützengrabens) aktiv nach Konsens suchen.

Die Technik des systemischen Konsensierens zielt dabei nicht auf die theoretisch grössten Übereinstimmungen ab, sondern auf den praktisch geringsten Widerstand beider Seiten in Bezug auf eine bestimmte Lösung.

Von mir aus kann diese Lösung im ersten Ansatz auch aus Weihnachtskeksen und Fußballgegröhle bestehen.

Gehe hin in Frieden

Was hat das mit Selbstverteidigung zu tun?


Alles.


So fällt mir in diesem Zusammenhang auch sofort wieder ein eher weniger bekanntes Zitat von Imi Lichtenfeld ein.

Er beschreibt seine Vision so:

The aim of Krav Maga

To educate and build people mentally, spiritually, and physically so that in a time of need, one will be able to defend and attack with maximum speed and efficiency.

To establish in one a sense of self-worth.

To work toward the bringing together of hearts and ending violence around the world, between all peoples, irrespective of color, race, or religion.

So that one may walk in peace.

Es macht DEN Unterschied, ob du für oder gegen etwas kämpfst.

Es ist DEIN Leben. Es sind DEINE Entscheidungen.

Es ist DEINE Selbstverteidigung.

Du verteidigst DEIN SELBST und du tust es SELBST.

Es ist DEINE Sache.

Die EINE Sache.

Niemand hat dir da reinzuquatschen. Niemand hat dir die Gründe zu liefern.

Niemand hat dich für seine Zwecke zu benutzen. Niemand hat dich zu regieren oder zu delegieren.

Merry Christmas

Mögest du stets nicht nur aus guter Weihnachtssitte ("macht man halt so") eher Verbindendes als Trennendes finden.

Mögest du stets weise entscheiden, wann und wofür du kämpfen willst.

Mögest du dich nicht von dunklen Mächten mißbrauchen lassen.

Möge für dich jeden Tag Weihnachten sein.

You are THE ONE.

Chris

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